Kaiserslautern: Ein Fahrzeug für den ambulanten Kinderhospizdienst Vincent klatscht in die Hände, wenn ihm etwas gefällt

Vincent liebt Musik und teilt sich über Laute mit. Um seine alleinerziehende Mutter zu entlasten, braucht der ambulante Kinderhospizdienst dringend ein Fahrzeug. Herzenssache hilft.

Vincent liebt Musik (Foto: SWR)

Vincents Mutter nahm schon im Oktober 2017 Kontakt mit dem ambulanten Kinderhospizdienst auf. Sie wünscht sich, dass sie die Betreuung für ihren Sohn stundenweise auch einmal abgeben kann, um z.B. einen Kurs in der Volkshochschule zu besuchen. Vincent hat seit der Geburt eine schwer behandelbare Form von Epilepsie und seine Entwicklung ist verzögert. Er sitzt im Rollstuhl und hat Einschränkungen beim Sehen, er erkennt aber Stimmen und er liebt Musik. Wenn ihm etwas gefällt, klatscht er begeistert in die Hände.

Eine hauptamtliche und zehn ehrenamtliche Mitarbeiter

Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Kaiserslautern arbeitet mit einer hauptamtlichen Fachkraft und zehn ehrenamtlichen Mitarbeitern. Sie fahren lange Strecken und besuchen die Familien einmal in der Woche für einige Stunden und bieten ganz individuell abgestimmte Entlastung im Alltag an. Herzenssache möchte dem noch jungen Verein bei seiner Aufbauarbeit helfen und die Anschaffungskosten für einen Kleinwagen übernehmen. Das Einzugsgebiet umfasst einen Umkreis von 50 Kilometern rund um Kaiserslautern, die Helfer fahren lange Strecken und benötigen dazu einen Dienstwagen. Vincents Mutter wird in dieser schwierigen Lebenssituation von einer hauptamtlichen und einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin begleitet. Bei anderen kann es darum gehen, das erkrankte Kind zu betreuen, sich mit den Geschwistern zu beschäftigen oder den Eltern ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte zu schenken.

Kinderhospizarbeit ist auf Spenden und Ehrenamt angewiesen
Herzenssache trägt dazu bei, die Kinderhospizarbeit im gesamten Südwesten aufzubauen und zu finanzieren. Wir fördern in Rheinland-Pfalz das Kinderhospiz Sterntaler in Ludwigshafen, den Ambulanten Kinderhospizdienst Mobile in Mainz und nun auch in Kaiserslautern. Die Arbeit ist nicht ausreichend finanziert und auf Spenden angewiesen. Nach Angaben des Bundesverbands Kinderhospiz e.V. leben in Deutschland rund 40.000 Kinder mit einer lebensverkürzenden Erkrankung. Das bedeutet eine intensive Betreuung durch Eltern und Pflegedienste zu Hause oder auch im Krankenhaus. Eine zusätzliche Unterstützung durch ambulante Kinderhospizdienste stellt eine enorme Entlastung für betroffene Familien dar.

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