Höhn: Neue Möbel für die Kita Sonnenblumental Anders sein ist hier die Regel

Aaron ist ein fröhlicher Junge, der gerne singt. Er kann nicht sitzen, krabbeln oder laufen. Die anderen Kinder helfen gerne. Besonders lieben sie es, seinen Rollstuhl zu schieben.

Kinder in der Kita (Foto: Herzenssache)
Herzenssache

Aarons Leben stand nach seiner Geburt auf der Kippe, denn als Frühchen startete er mit zahlreichen Komplikationen. Er hatte einen Riss in der Lunge und starke Hirnblutungen. Aaron ist heute gerade mal vier Jahre alt und hat schon etliche Operationen hinter sich. Doch er ist ein fröhliches Kind, ein echter Sonnenschein. Wenn er im Musikunterricht singt, reißt er die anderen Kinder mit seiner Begeisterung alle mit. In der Zebra-Gruppe der Integrativen Kindertagesstätte fühlt er sich sichtlich wohl. In die Gruppe gehen zehn Kinder ohne Beeinträchtigung, fünf davon haben – wie Aaron -  einen erhöhten Förderbedarf. Diese 15 Kinder lernen und spielen zusammen, sie wachsen unbefangen und selbstverständlich zusammen auf.

Anders sein ist hier die Regel

In der Kita der Lebenshilfe ist es ganz normal "anders zu sein". 55 Plätze gibt es hier, 37 für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf, zehn für Kinder ohne Beeinträchtigung sowie acht Plätze in der Krippe, davon zwei für Kinder mit einer drohenden Behinderung – das ist im Westerwald einzigartig. Die Plätze sind sehr gefragt - auch die Plätze für Kinder ohne Behinderung - denn die Kita bietet kleine Gruppen mit einem guten Betreuungsschlüssel, eine intensive Förderung und ein breites Therapieangebot, zum Beispiel auch ein Bewegungsbad. Doch die Möbel der fünf Gruppen sind nun schon gut 30 bis 40 Jahre alt und nicht mehr zeitgemäß. Damit alle Kinder gemeinsam am Tisch sitzen, spielen, malen oder essen können, wäre es wichtig, die abgenutzten Möbel durch modernes Mobiliar zu ersetzen. Höhenverstellbare Tische würde ermöglichen, dass alle gemeinsam am Tisch sitzen können und ein Küchenspülbecken auf einem ausziehbaren Sockel wäre für alle Kinder erreichbar. Da der Träger die Kosten nicht aus eigenen Mitteln aufbringen kann, will Herzenssache helfen.

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