Karlsruhe: Ein neues Zuhause für schwerst mehrfachbehinderte Kinder Dringend benötigter Platz für Babies und Kleinkinder

Romina* liebt es, intensiv zu kuscheln. Sie musste direkt nach der Geburt wiederbelebt werden. Dabei wurde ihr Gehirn unterversorgt und schwer geschädigt.

Herzenssache-Projekt Reha Südwest in Karlsruhe (Foto: Herzenssache)
Herzenssache

Ein Jahr später kündigte sich in der Familie weiterer Nachwuchs an: Rominas Eltern sahen sich nicht mehr in der Lage, sie weiter zu Hause zu versorgen. Sie suchten verzweifelt nach einem Platz und hatten Glück, denn intensiv betreute Wohngruppen, die auch noch ständig von einem Arzt überwacht werden, sind äußerst selten. In Karlsruhe war aber gerade ein Kinderplatz frei geworden. Romina ist heute 5 Jahre alt und ein fröhliches Kind, das an vielen Angeboten interessiert ist. Sie entwickelt sich verzögert, aber stetig weiter. Sie liebt es, wenn sie kuscheln kann – wie hier mit Betreuerin Julietta. Romina mag gerne Hörspiele, besonders wenn diese in Kroatisch oder Italienisch sind, da ihre Eltern diese Sprachen sprechen. Wenn ihre Familie zu Besuch kommt, strahlt sie über das ganze Gesicht.
*Name geändert

Viel zu eng in Zimmern und Fluren

Herzenssache-Projekt Reha Südwest in Karlsruhe (Foto: Herzenssache)
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Trotz der guten pflegerischen und ärztlichen Versorgung − das bisherige Wohnheim in der Moltkestraße ist baulich für die besonderen Bedürfnisse von Kindern wie Romina nur noch bedingt geeignet. Die vorhandenen Kinder- und Spielzimmer sind viel zu klein, Flure und Bad viel zu eng, das Gebäude nicht barrierefrei. Da das Haus unter Denkmalschutz steht und nicht umgebaut werden kann, hat der Träger, die Reha Südwest, seit Jahren darauf hingearbeitet, neu zu bauen. Der Neubau kostet gut 4 Mio Euro. Ein Großteil der Summe übernehmen das Land Baden-Württemberg und der Träger. Herzenssache möchte sich beteiligen und die Kosten für einen Teil der Inneneinrichtung und den Ausbau der Dachterrasse übernehmen, die von allen Kindern auf dem Gelände genutzt wird. In dieses Gebäude wird auch die Schule einziehen, so dass die schwer behinderten Kinder keine strapaziösen Fahrten auf sich nehmen müssen. Diese Schule wird auch von Kindern besucht, die nicht in der Einrichtung leben.
In dem geplanten Neubau sollen 24 Kinder und Jugendliche in drei Wohngruppen auf Dauer ein Zuhause finden. Damit werden dringend benötigte Plätze für Babies und Kleinkinder geschaffen. Hinzu kommen noch zwei Kurzzeitplätze.

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