Kork: Ein Sinnesgarten für Kinder im Epilepsiezentrum Ein Stück Normalität im Klinikalltag

Insidern verrät Gretas Helm, dass sie schwere epileptische Anfälle hat. Der Sinnes- und Erlebnisgarten ist der Lieblingsort ihrer Familie. Hier finden sie alle ein Stück Normalität.

Greta im Garten (Foto: Herzenssache)
Herzenssache

Die Siebenjährige hat eine genetische Erkrankung, die gutartige Tumore wachsen lässt, auch in ihrem Gehirn. Das ist die Ursache für ihre Epilepsie. Seit 2015 kommt die Familie aus Emmendingen regelmäßig in die Ambulanz des Epilepsiezentrums Kork. Etwa drei Mal pro Jahr bleibt Greta mit ihrer Mutter vier Wochen lang auf Station. Die Familie kennt Kork gut, der Sinnes- und Erlebnisgarten ist einer ihrer Lieblingsorte. Hier kann Greta barfuß gehen, Blumen pflücken oder Pflanzen gießen. Auch ihre Mutter und ihre große Schwester Maya sind gerne hier. Gretas alleinerziehende Mutter kann hier entspannen, die Natur genießen und einen Moment vom Klinikalltag verschnaufen. Heute ist Pauline Lux vom Kliniksozialdienst mit dabei.

Wegen Sanierungsbedarf teilweise geschlossen

Der Sinnes- und Erlebnisgarten wurde 2004 eingerichtet und wird seitdem intensiv genutzt – für Physio- und Ergotherapie, aber auch als Oase im Klinikalltag. Eine Rollstuhlwippe trainiert das Gleichgewicht, auf dem Barfußpfad stärken die Kinder ihre Motorik und erhöhen die sensorische Wahrnehmung. Seit Ende 2018 aber ist der Garten so stark sanierungsbedürftig, dass Teilbereiche wegen Unfallgefahr geschlossen werden mussten. Der Wasserlauf ist versiegt, der Barfußpfad voller Plastikfetzen und auch die Rollstuhlwippe ist gesperrt, weil sie morsch ist. Mit Unterstützung von Herzenssache soll der Sinnes- und Erlebnisgarten nun saniert werden, so dass er bald wieder von den kleinen Patienten genutzt werden kann. Das Epilepsiezentrum der Diakonie Kork ist eines der führenden in Europa. Hierher kommen Kinder und Jugendliche ohne erkennbare Beeinträchtigungen, aber auch welche mit schwerer geistiger Behinderung.

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