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So ein verrücktes Jahr wie 2020, das ist auch für den Circus Pimparello neu. Hunderte Kinder kommen jährlich zu den Ferienfreizeiten, doch die Pandemie droht diese lahm zu legen…

Ousman mit einem Alpaka (Foto: Herzenssache)
Herzenssache

Ousman lebt mit seiner Mutter und seinem älteren Bruder Umar im Osten von Schwäbisch Gmünd, einem Brennpunkt, wo sich Gewerbe und Wohnsiedlungen mischen. Die kleine Familie hatte es nicht immer einfach: Die Eltern trennten sich als Ousman noch kein Jahr alt war. Gerade in Pandemiezeiten ist das Zusammenleben auf engstem Raum manchmal angespannt und herausfordernd. Umso wichtiger ist es für Ousmann auch mal rauszukommen.

Doch eine kindgerechte Infrastruktur ist hier Fehlanzeige. In der Freizeit trifft der Elfjährige sich deshalb gerne mit seinen Freunden zum Fahrrad fahren. Aber mehr als den örtlichen Jugendtreff gibt es kaum zu erkunden. Deshalb fiebert Ousman ganz besonders den Freizeitangeboten vom Circus Pimparello entgegen. Ousman liebt vor allem die Tiere. Auf dem Zirkusgelände kann er Kunststücke mit Hühnern trainieren, Ausflüge mit Alpakas machen und viele neue Dinge lernen. Wenn er groß ist, möchte er gerne im Zoo arbeiten und sich ehrenamtlich als Jugendtrainer beim Pimparello engagieren.

Kinder in der Manege des Circus Pimparello (Foto: Herzenssache)
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Inklusion in der Manege

Insgesamt 800 Kinder und Jugendliche profitieren jährlich von den Ferienangeboten des Circus Pimparello in Gschwend. Besonders Kinder aus benachteiligten Familien sind hier willkommen. Doch die Pandemie stellt das Circusteam vor eine Herausforderung. Dringend braucht es abwaschbare Matten und Bodenläufer. Außerdem wären mobile Sitztribünen eine Möglichkeit, die Aufführungen ins Freie zu verlagern und die notwendigen Abstandsregeln einzuhalten.

Herzenssache möchte bei den Anschaffungen helfen. Denn viele der „Pimparello-Kids“ haben zuhause schwierige Umstände, leben sehr beengt mit ihrer Familie oder sind herausgefordert durch ein Handicap. Auf dem Zirkushof aber erleben sie eine starke, fröhliche Gemeinschaft, in der sie eigene Talente entdecken und trainieren können. Ziel ist es, die Teilhabechancen dieser Kinder zu verbessern und die Neugier für Kultur und Bewegung zu wecken. Alle Anschaffungen sind auch nach der Pandemie einsetzbar und erweitern das Angebot des Vereins.

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