Projektbesuch in Kaiserslautern Popstar Mark Forster ist neuer Herzenssache-Botschafter

Geboren in Kaiserslautern und aufgewachsen in Winnweiler ist Mark Forster ein waschechter Rheinland-Pfälzer. Bekannt wurde der Sänger mit seinem Erfolgshit "Auf dem Weg". Bei seiner steilen Karriere hat er nie den Blick für die Schicksale anderer verloren. Deshalb zögerte er nicht lange, als er von Herzenssache als Botschafter angefragt wurde. Was er mit seiner Heimat verbindet und was Herzenssache für ihn bedeutet, erzählt er uns im Interview.

Projektbesuch Herzenssache-Botschafter Mark Forster bei "Kreativ statt kriminell"

Mark Forster beim Projektbesuch (Foto: SWR)
Mark Forsters erste Annäherung an das Porträt aus Holzspänen: Kann dieser Holzhaufen am Ende wirklich mal aussehen wie das Gesicht des Herzenssache-Botschafters? Künstlerin Michaela Niermann erklärt Mark ihr Kunstwerk, das sie gemeinsam mit den Jugendlichen vom Projekt "Kreativ statt Kriminell" vorbereitet hat. Bild in Detailansicht öffnen
Eine Kunst für sich: Unter fachmännischer Anleitung von Max wird Mark Forster in die Bedienung der Heißklebepistole eingewiesen. Bild in Detailansicht öffnen
Natürlich ist auch genug Zeit für Fotos mit dem Star und den Jugendlichen aus dem Herzenssache-Projekt. Bild in Detailansicht öffnen
Und auch eine Live-Kostprobe seines Hits "Auf dem Weg" gibt es für die Jugendlichen. Nadja und Vanessa begleiten den Sänger auf improvisierten Trommeln. Bild in Detailansicht öffnen
Nach gemeinsamen Basteleinsatz ist das Werk vollendet - und kann sich sehen lassen: Unser Herzenssache-Botschafter Mark Forster macht auch auf dem Porträt aus Holzspänen eine gute Figur! Bild in Detailansicht öffnen
Doch damit nicht genug. Natürlich hat Mark die Chance genutzt und sich gleich gemeinsam mit den kreativen Jugendlichen an seine "Licht.Gestalt" gemacht. Bild in Detailansicht öffnen
Da kann man auch ruhig mal stolz sein bei so viel geleisteter Arbeit. Bitte recht freundlich für's Gruppenfoto! Bild in Detailansicht öffnen
Für Herzenssache gibt es noch eine Überraschung: Nicht nur ein Porträt von Mark Forster sondern auch dieses Herzenssache-Symbol haben die Jugendlichen aus Holzspänen erschaffen. Bild in Detailansicht öffnen
Ein bunter Anstrich fehlt dem Herzenssache-Kunstwerk noch: Mit roter und schwarzer Farbe wird dem Bild der letzte Schliff gegeben. Bild in Detailansicht öffnen
Noch die Unterschriften der kreativen Künstler und dann ist auch das Herzenssache-Bild fertig und wird von Mark Forster stellvertretend für unsere Kinderhilfsaktion in Empfang genommen. Klasse! Bild in Detailansicht öffnen

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Was hat dich dazu bewegt, Botschafter für Herzenssache zu werden?

Herzenssache ist die Kinderhilfsaktion aus und für meine Heimatregion und hat dadurch natürlich einen ganz besonderen Bezug zu mir. Die haben da ein tolles Team, mit denen ich sehr offen reden kann und dabei das Gefühl habe, auch mitgestalten zu können. Als ich gefragt wurde, ob ich gerne Herzenssache-Botschafter werden möchte, musste ich wirklich nicht lange überlegen.

Was bedeutet es dir, dass du dort helfen kannst, wo du aufgewachsen bist?

Ich komme aus dem Südwesten, der Heimatbezug ist mir sehr wichtig und ich bin froh jetzt auch ein kleiner Teil von Herzenssache zu sein. Deshalb wollte ich auch unbedingt ein Projekt in Kaiserslautern besuchen. In Berlin muss ich oft erklären, wo das überhaupt liegt, weil viele den Namen nur vom Fußball kennen. Auch sonst ist Kaiserslautern nicht gerade als Kurort bekannt. Aber die Stadt ist mein zu Hause, ich komme nun mal von dort und möchte mich auch dafür einsetzen. Man hört viel über die Probleme in größeren Städten wie Berlin und Hamburg, da gehen die Regionen außerhalb der Metropolen oft etwas unter. Herzenssache hilft genau da und sorgt für Aufmerksamkeit. Ich hatte das große Glück im beschaulichen Winnweiler sehr behütet aufzuwachsen. Dass das nicht selbstverständlich ist, wird einem oft erst später klar.

Was aus deiner Heimat fehlt dir in Berlin am meisten?

Ich wohne seit acht Jahren in Berlin und habe mich ziemlich gut eingelebt. Neben der Natur und dem viel besseren Essen in meiner Heimat fehlen mir oft vor allem die Menschen. Wenn ich zu Hause bin, fällt mir immer wieder auf, dass ich mich sehr viel einfacher mit den Leuten verstehe, wir sprechen irgendwie die gleiche Sprache...

Du besuchst im August das Projekt "Kreativ statt kriminell", eine Kunstwerkstatt für straffällige und verhaltensauffällige Jugendliche. Wieso hast du dich für dieses Projekt entschieden?

Ich bin sehr gespannt und auch ziemlich nervös, die Kinder und Jugendlichen bald zu treffen und direkt von ihnen zu hören, was abgeht. Ich finde es super, dass es einen Ort gibt, der den Jugendlichen offen steht, wo sie etwas Sinnvolles und Kreatives mit ihrer Zeit anstellen können. Für mich war Musik mein ständiger Begleiter, der mich oft die Dinge hat klarer sehen lassen. Ich glaube fest, dass kreatives Arbeiten viel bewirken kann. Ich hatte zwar oft nur eine 3 oder 4 in Kunst, aber vielleicht kann ich in der Kunstwerkstatt ja noch was lernen...

Die Jugendlichen dort sind häufiger von ihrem Weg abgekommen. Gab es das auch bei dir?

Es ist schwer einzelne Wege miteinander zu vergleichen, aber vor "Auf & Ab's" und "Hin & Her's" ist keiner geschützt. Wenn man Glück hat, findet man irgendwann seinen Weg, von dem man glaubt, dass er einen glücklich macht. Ich will noch nicht altersweise zurückblicken, aber ich kann auch in meinem Leben einzelne Stationen erkennen, die meinen weiteren Weg nachhaltig verändert haben. Bei mir war zum Beispiel der Jakobsweg so eine Station, nach dem ich mich voll für's Musik machen entschieden habe. Schon witzig, dass "Auf dem Weg" auch mein erster Hit geworden ist. Ich hoffe sehr, dass "Kreativ statt Kriminell" für die Jugendlichen auch so eine Station wird.

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