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Auspannen, die Seele baumeln lassen und bei Wind und Wetter ohne Maske in der Nähe des pflegebedürftigen Kindes sein – der neue Begegnungsplatz in Dudenhofen soll das möglich machen.

Familie im Kinderhospiz Sterntaler (Foto: Herzenssache)
Herzenssache

In Deutschland leben rund 50.000 Jugendliche und junge Erwachsene, die als unheilbar krank gelten (BMSFJ). Für die Eltern und Geschwisterkinder heißt das, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse oft über Jahre hinweg zurückstellen müssen. Ein Aufenthalt bei den „Sterntalern“, bei dem das kranke Kind rund um die Uhr medizinisch versorgt wird, ist für viele Familien, wie auch für Familie Wagner*, die einzige Möglichkeit, eine Auszeit zu nehmen und aufzutanken. Viele kommen über Jahre hinweg immer wieder hierher.
*Name geändert.

Auch mal ohne Maske zusammen sein...

Nun konnte das Kinderhospiz ein Nachbarhaus zukaufen und renovieren. Da die Sterntaler inzwischen Platz für acht Pflegekinder bieten, ist die Erweiterung dringend notwendig. Jetzt kann endlich die ganze Familie anreisen und während des Aufenthalts zusammen wohnen. Durch die verschiedenen Häuser haben alle genug Platz. Zu dem neuen Elternhaus gehört auch ein verwilderter Garten. In Pandemiezeiten bietet es sich an, hier einen Begegnungsplatz zu schaffen, wo sich alle - geschützt vor Wind und Wetter, aber doch im Freien - ohne Mund-Nasen-Schutzmaske treffen können. Herzenssache hilft dabei.

Sterntaler und Herzenssache – eine Erfolgsgeschichte

Bis zur Eröffnung des ersten stationären Kinderhospizes „Sterntaler“ in Rheinland-Pfalz am 21. März 2009 ist es ein weiter Weg, den Herzenssache von Anfang an mit begleitet hat. Mit dem ersten Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro im Jahr 2004 wird der ambulante Kinder-Hospizdienst „Sterntaler“ aufgebaut. Zwei Jahre später wird mit weiteren 200.000 Euro die „Freie Neumühle in Dudenhofen“, ein ehemaliges Restaurant und Hotel gekauft und behindertengerecht umgebaut. 2007 ermöglichen 112.000 Euro den barrierefreien Umbau für die ersten drei Pflegeplätze. Doch diese drei Pflegeplätze reichen bei weitem nicht aus, regelmäßig stehen 30 Familien auf der Warteliste. Im Frühjahr 2014 beginnt der zweite Bauabschnitt: Auf dem Gelände der ehemaligen Scheune entsteht der Neubau, der die Kapazitäten auf bis zu zwölf Pflegebetten erweitert. Wieder ist Herzenssache bei dem 3,5 Millionen Euro teuren spendenfinanzierten Projekt mit 500.000 Euro als Förderer dabei. Insgesamt sind bisher mehr als 1 Mio. Euro aus unseren Spenden hier hinein geflossen.

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