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Schwimmen lernen, um mit anderen Kindern im Freibad oder am Baggersee zu plantschen und mehr Anschluss zu finden. Das wünscht sich Ansal aus Kusterdingen von ganzem Herzen.

Ansal beim Schwimmunterricht (Foto: Herzenssache)
Herzenssache

Die neunjährige Ansal aus Syrien lebt mit ihrer Familie im Kreis Tübingen. Auch wenn sie sich inzwischen schon ins Wasser traut, ist sie noch sehr unsicher bei ihren Schwimmversuchen. Schwimmen lernen ist für Ansals Mutter sehr wichtig, damit sie sich sicherer fühlt und nicht rumstehen muss, wenn die anderen Kinder aus ihrer Klasse im Wasser sind. Doch ein privater Kurs ist für die Familie zu teuer. Schwimmen macht Ansal jetzt schon viel Spaß. Rückenschwimmen mag sie am liebsten und zu gerne möchte sie bei heißen Temperaturen immer im kalten Wasser bleiben. Ansal träumt davon, mit ihren Freundinnen an einen See zu gehen, aber das geht erst, wenn sie eine richtig gute Schwimmerin geworden ist.

Kinder vor Badeunfällen schützen

Die DLRG hat erst in diesem Jahr davor gewarnt, dass immer weniger Kinder schwimmen können. Das trifft vor allem ärmere Kinder, deren Eltern sich keinen Privatkurs leisten können. Und es trifft geflüchtete Kinder, die Wasser aufgrund ihrer Traumata fürchten. Mit Unterstützung von Herzenssache möchte der Verein Schwimmen für alle Kinder deshalb sein Angebote vergrößern und auf den Landkreis Tübingen erweitern. Der Kreis Tübingen hat einige Frei- und Hallenbäder, die auch in Pandemiezeiten ausreichend Platz bieten, vor allem im Außenbereich. Im Winter braucht es eine gute Verteilung der Kurse. Deshalb mietet der Verein bereits jetzt das Hallenbad der Universität für Schwimmtrainings an. Denn dort gibt es keine Parallelkurse. Herzenssache möchte nicht nur helfen, die Schwimmkurse zu erweitern, sondern auch neue Schwimmtrainer auszubilden, an denen es akut mangelt. So sollen auf lange Sicht möglichst viele Kinder schwimmsicher werden. Allein durch die Förderung können schon über 100 Kinder in den nächsten drei Jahren profitieren.

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