Schulclown an einer Schule in Weil im Schönbuch  (Foto: Carsten Costard)

So macht Schule (wieder) Spaß!

Weil am Schönbuch: Clowns besuchen Kinder in der Schule

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Clowns begegnen auf Augenhöhe, hören zu und zeigen Lösungswege auf. Dadurch haben sie oft einen ganz anderen Zugang als Erwachsene: In einem Pilotprojekt kommt der Clown jetzt an die Schule. Herzenssache hilft dabei. 

Schulclown an einer Schule in Weil im Schönbuch  (Foto: Carsten Costard)
Carsten Costard

Ottilie besucht die 7. Klasse der Gemeinschaftsschule Weil im Schönbuch. Durch eine genetische Erkrankung werden ihre Muskeln nach und nach schwächer. Deshalb hat sie Schwierigkeiten beim Reden und sitzt im Rollstuhl. Sie hat Angst, deshalb eines Tages nicht mehr regulär in die Schule gehen zu können. Ottilie ist lebensfroh und humorvoll. Vielleicht fühlt sie sich deshalb mit Schulclown “Bubu” so verbunden, denn sie bringt ihre Mitschülerinnen und Mitschüler gerne zum Lachen. 

Schulclown an einer Schule in Weil im Schönbuch  (Foto: Carsten Costard)
Carsten Costard

Nicht nur Spaßmacher, auch Vertrauensperson 

Durch die Förderung von Herzenssache können an acht Schulen mit einem Förderschwerpunkt Clowns einmal in der Woche Schülerinnen und Schüler besuchen. Das Prinzip der Klinikclowns wurde hier für das System Schule angepasst und bereits an einer Pilotschule in der Praxis erprobt. Doch die Schulclowns kommen nicht nur als Spaßmacher, sondern auch als Vertrauensperson, zu denen die Kinder und Jugendliche auch mit ihren Sorgen und Problemen kommen können. Auf spielerische Weise gehen die Clowns auf die Ängste und Probleme der Kinder ein. Das kann in der Gruppe oder ganz individuell geschehen. Besonders auch heikle Themen können hier angesprochen werden. Zusammen mit Herzenssache möchten die Schulclowns damit die psychische Gesundheit von rund 10.000 Kindern und Jugendlichen im Südwesten verbessern. 

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